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Wolkig – mit Aussicht auf ein Straßenrennen – so könnte man das Wetter heute beschreiben. In Gützkow – knapp zwanzig Kilometer von Greifswald entfernt – trafen wir uns heute zur Gützkower Runde, die vom TR-Greifswald ausgerichtet wurde. Es sollte die gleiche Strecke wie im Vorjahr werden. Der Wind blies schon die ganze Zeit kräftig. Nach dem Rad auspacken, Startnummer an’s Trikot tackern und Umziehen noch die obligatorische Rennbanane – es sollten letztendlich um die siebzig Kilometer werden, war es auch schon soweit.

Aus der zweiten Reihe heraus – nach einer kurzen Ansprache – ging es den Hügel, den es zum Schluss noch einmal bergauf gehen sollte, runter. Wegen dem Rückenwind wurde auch von Anfang an ein gefühlt hohes Tempo gefahren. Die Belastung hielt sich aber in Grenzen. Es wurden gleich ein paar kleinere Attacken gefahren, von denen aber keine von Erfolg gekrönt war. Auf einmal ging dann aber doch eine Gruppe. Ich war ein wenig eingekeilt, aber Kai war dabei und leider auch 4 Jungs in Pink – vom Little John Team.

Nachdem die Lücke da war, gab es noch ein paar Versuche sie zu schließen, ich beteiligte mich nicht daran. Als der Wind dann von der Seite und schließlich von hinten kam, war dann auch damit Schluss. Die Wende nach der ersten Runde hatte ich im vergangenen Jahr als einen der neuralgischen Punkte – zumindest was die Sturzgefahr anging – kennengelernt. Direkt vor mir platzten beim Fahrer direkt vor mir Vorder- und Hinterradreifen mit einem lauten Knall und ich hatte meine Mühe nicht abzufliegen. Also dieses Jahr kein Risiko eingehen – das heißt, hier wird von vorne gefahren – macht auch auf den Fotos, die erwartungsgemäß da oben gemacht werden, einen viel besseren Eindruck. :)

Also habe ich am Berg angetreten und bin tatsächlich als erster oben angekommen und bin schön meine Linie um die Kurven gefahren. Anschließend den Berg wieder runter, hier fuhr Julius dann vorne, als zwei Fahrer von Little John Bikes von hinten kamen. Hier konnte ich nach meiner tollen Aktion am Hügel gerade nicht so folgen und Julius wollte wohl nicht, also fuhren hier wieder zwei Fahrer raus – zwei weitere setzten nach. Versuche das Loch wieder zu schließen – schlugen wegen mangelnder Teamarbeit fehl, so das wir auf der Rückenwindstrecke ein immer größeres Loch nach vorne hatten. Auf der Gegenwindstrecke bekam ich von einem Teammitglied sogar zu hören, das es noch zu früh sei, Nachführarbeit zu machen. Direkt in Sichtweite fuhren Platz eins und zwei seiner Wertung. Ok, also rausnehmen, mein Rennen war eh gelaufen. Als ich gerade so hinten herumeierte fuhr vorne wieder ein Fahrer heraus und Julius setzte nach. Es setzten auch hier noch zwei Fahrer nach und so kam die nächste Gruppe zu stande, die auch gut lief und sich zusehends absetzen konnte. Julius war dabei, also nahm ich nochmal die Beine hoch und wartete, das der Abstand noch etwas größer wurde. Ein paar unkoordinierte Nachsetzversuche einiger Fahrer im Feld blieben erfolglos und so konnte die Gruppe einen Vorsprung bis ins Ziel halten. Unterwegs sammelten wir einen Little-John-Team-Fahrer auf, der offensichtlich ein paar Probleme mit der Nahrungsversorgung hatte und deswegen aus der Spitzengruppe herausgefallen ist. Er fuhr seine Teamkollegen fragend durch das Feld, aber die hatten auch nichts zu Essen für ihn – bei Little John werden die Fahrer wohl auf einer sehr strengen Diät gehalten. Ich habe ihm dann mit meinem Reserveriegel ausgeholfen.

In der Zwischenzeit begnügte ich mich damit für die Seniorenfahrer aus dem Team die Ausreißversuche der anderen Seniorenfahrer zuzufahren. Zum Schluss wollte ich es aber auch nochmal wissen und sortierte mich an Position zwei oder drei im Feld ein, um dann am Ende nochmal richtig reinhalten zu können. Das tat ich denn auch und bin tatsächlich als zweiter vom Hauptfeld über die Ziellinie. Wenigstens etwas, nach so viel taktischem Geschick im gesamten Rennverlauf davor.

Insgesamt muss ich sagen, vom Team Little John eine tolle taktische Leistung, sie waren das bestimmende Team im Rennen – und natürlich Kai, der bei dem Ausreißversuch mit den vier bzw. zum Schluss drei Little John Fahrern am Hacken ordentlich zu tun hatte und am Schluss auf Platz drei landete. Beim nächsten Rennen sollten wir übrige Fahrer aus dem Verein aber doch nochmal überdenken, was wir wollen und ich vielleicht etwas sinnvoller fahren. Gegangen wäre wohl mehr, wenn ich entweder im entscheidenden Augenblick an der richtigen Stelle oder mit der nötigen Reserve unterwegs gewesen wäre.

Ich freue mich schon auf das Rennen im nächsten Jahr.

Ich hatte ja bereits geschrieben, das ich bei dem ersten Gländerennen mit meinem Brothers eine Schraube der Sattelklemmung verloren hatte. Da es sich um Zollgewinde und zusätzlich einer kleinen Klemmplatte zwischen Schraube und Carbon handelte, die ja beide fehlten, habe ich mir also bei Brothers nachgefragt, ob ich so eine Schraube einzeln bekommen könnte. Nachdem ich mich in der ersten Anfragemail etwas unglücklich in der Teilebeschreibung ausgedrückt hatte, kam kurz nach meiner Mail eine Rückfrage, die ich beantwortete und keine zwei Tage später hatte ich die Schraube und die kleine Metallplatte. Ein super Service. Das Brothers ist also wieder voll einsatzbereit.

Vor zwei Wochen hatte mich Kai gefragt, ob ich mit in den Harz kommen würde um mal in Altenau einen MTB-Marathon zu fahren – Dirk wäre auch dabei. Nach kurzer Überlegung und vor allem nach Klärung der Radfrage – ich besitze nämlich kein MTB und bin bisher auch erst einmal auf einem MTB gefahren – entschied ich mich dazu mitzukommen. Ich hatte mich für die “Mädchenstrecke” über 77,8km angemeldet während Kai und Dirk die Langdistanz über 114km in Angriff nehmen wollten.

da war ich noch sauber

Am Samstag früh holte Kai mich in Rostock ab und wir holten mein Leihrad bei der Radstation in Rostock ab. Nach einer kurzen Proberunde und dem Montieren meines Sattels ging es dann in Richtung Harz. Wir wollten uns am Vortag noch die Strecke anschauen und eine Runde – 38,9km mit 750hm – fahren.

Geplant war die Abfahrt um 16:00 – Dirk steckte aber im Stau und so ging es erst gegen 17:15 auf die Runde. Dirk und Kai fühlten sich den Tag schon so gut, das sie einige Abschnitte schon im Renntempo unter die Räder nehmen mussten, während ich an der einen oder anderen Stelle noch mit mir und dem MTB zu tun hatte. Aber wir gewöhnten uns schnell aneinander. Die Strecke bot ausreichend Drückerpassagen, wo man schnell fahren konnte. Aber auch eine steile Abfahrt, die es in sich hatte – zumindest für mich. Solche Abfahrten haben wir hier in McPom recht wenig bis gar nicht. Also hatte ich so meine Mühe da herunter zu kommen. Dirk und Kai warteten schon unten auf mich. In der zweiten Hälfte der Runde kamen dann auch noch die eine oder andere – und vor allem längere – Wurzelpassage dazu. Drüber drücken ging hier auch ganz gut – nur rollte es schlecht.

Nach der Besichtigung der Runde und einem Blick auf die Pulsuhr kam dann die Ernüchterung – die “lockere” Runde war eine ordentliche zwei-Stunden GA2-Tour. Etwas Beruhigung verschaffte mir nur, das es bei Kai zwar pulsmäßig etwas besser aussah, aber er auch eine leichte Vorbelastung spürte.

Am heutigen Renntag kamen wir von unserer Übernachtung um 9:30 in Altenau an – 10:00 war start – ein Glück wir hatten die Startnummern schon am Vortag abgeholt – so war es nicht ganz so stressig. Nach dem Auspacken, Räder zusammenbauen ging es dann auch fast direkt an den Start. Dirk hatte Jana mitgebracht und so konnten wir unsere Reservetrinkflaschen bei ihr deponieren und sie wartete auf uns am Start/Ziel damit wir die leere Flasche gegen eine volle tauschen konnten.

Am Start herrschte schon ordentlich Andrang – ich stellte mich irgendwo weiter hinten in die Reihen. Ich wollte mit meiner hervorragenden Fahrtechnik auf dem MTB niemandem im Weg sein. Es hatte die Nacht und bis kurz vor den Rennstart geregnet. Der Rasen im Startbereich war ordentlich nass und einige Fahrer, die sich im Vorfeld warm gefahren hatte, hatten auch schon entsprechend dreckige Räder und Klamotten und es versprach ein tolles und vor allem schlammiges Rennen zu werden – genau wie ich es mag – zumindest auf dem Crosser. Der Start ging relativ locker von statten und an der ersten Engstelle – 50m hinter dem Start gab es auch gleich den ersten Stau. Auf der dann folgenden recht langen leicht ansteigenden Strecke sortierte sich dann das Feld etwas und ich fuhr immer weiter nach vorne. Die Abfahrt, vor der ich so Respekt hatte, meisterte ich auch ganz passabel – es überholte mich auf dem steilen Stück zumindest niemand. Auf der dann folgenden langen Schußfahrt pfiff allerdings jemand mit deutlich höherem Tempo an mir vorbei – aber nur einer – also hatte ich hier auch nicht so viel falsch gemacht. Auf dem nun folgenden langen Anstieg zerriss das Feld vollends und die ersten Grüppchen bildeten sich. Ich hatte mir ein Tandem ausgesucht an dessen Hinterrad ich mich für den Rest dieser Runde verbiss. Auf den Geraden hatte ich gut zu tun, dran zu bleiben – in den fahrtechnisch schwierigen Stellen waren sie nicht wirklich langsamer als ich. Außerdem profitierte ich von der guten Kommunikation der beiden. Da der Lenker seinen Sozius über jedes Loch oder jeden Stumpf informierte, bevor es drüber ging, hatte ich dahinter auch die Chance halbwegs vernünftig zu fahren.

Nachdem ich die erste Runde also recht verhalten hinter dem Tandem gefahren bin und ich das Gefühl hatte, es geht noch was, bin ich in Runde zwei dann zum Angriff übergegangen und habe das Tempo in den Anstieg hinter dem Start-Ziel hinein verschärft. Jana hatte mich am Start/Ziel mit frischen Wasser versorgt, so konnte ich also wieder fahren und den Riegel, den ich noch vor hatte zu essen, ordentlich schwimmen zu lassen.

Bei der Tempoverschärfung war mir noch nicht ganz sicher, ob das so eine gute Idee ist – aber irgendwie komme ich schon ins Ziel. Bedenken hatte ich deswegen, weil meine längste Renneinheit dieses Jahr knapp unter zwei Stunden war.

und so sah es danach dann aus

Eine kleine Überraschung bescherte mir Kai, der mir plötzlich in dem Anstieg entgegen kam – “Ich bin auch raus”. Mehr hatte ich nicht gehört – “Auch?” für mehr Gedanken reichte der Sauerstoff im Hirn gerade nicht.

Die Tempoverschärfung führte dazu, das wir am Ende des Anstiegs zu dritt in die steile Abfahrt gingen, die sich dieses Mal noch besser fahren ließ. Den nun folgenden langen Anstieg nahm ich nochmal als Herausforderung und war auf einmal allein unterwegs. Bald tauchten allerdings ein paar Fahrer vor mir auf. So war auch für weitere Motivation gesorgt und ich überholte noch ein paar Fahrer, die allein unterwegs waren. Die kleinste Ritzel, das man für die schnellen Passagen brauchte, war schon am Ende von Runde eins nicht mehr einsatzfähig. Sein Nachbar gesellte sich dann nach ungefähr der Hälfte von Runde zwei dazu. Auch die tiefe Pfütze nach der Hälfte der Runde sorgte hier für keine Besserung. Das Rad verschwand zwar bis zur Nabe darin, aber sauber wurden irgendwie nur die Schuhe – zumindest wurde der Dreck da heruntergewaschen. Die Schaltung wollte trotzdem nicht besser.

Irgendwann tauchte vor mir Christian auf – ich hatte absolut nicht damit gerechnet ihn nach dem Start nochmal zu Gesicht zu bekommen und plötzlich war er da. Also nochmal etwas nachgelegt bis ich auf einem leicht abfallenden Waldweg hinter ihm war. Eigentlich die ideale Gelegenheit nochmal was zu essen – nicht das ich am Ende mit leeren Akkus dastehe. Nach einem kurzen Willkommensgruß versuchte ich, ob ich Christian los werden konnte – naja, es gab immer mal eine kleine Lücke, der Preis dafür war aber sehr hoch und in der Wurzelpassage zeigte er mir dann, wo meine Grenzen liegen und fuhr mir davon. Er holte auf dem Stück soviel heraus, das ich keine Chance hatte, ihn mehr auf dem übrigen Stück einzuholen. Außerdem bezahlte ich die vorherigen Versuche ihn abzuschütteln mit einer hohen Krampfneigung im Oberschenkel, die sich bei jeder größeren Wurzel bemerkbar machte. Auch machte mir die plötzlich aufkommende Sonne zu schaffen. Meine Brille war ordentlich mit Schlamm bedeckt – ich hatte sie zwar immer wieder frei gewischt – aber es gab ja überall ausreichend Nachschub. So hatte ich durch den Dreck auf der Brille und die ständig wechselnden Lichtverhältnisse durch die Bäume Schwierigkeiten Wurzeln und Steine rechtzeitig zu sehen. Außerdem beschlug die Brille immer in den langsamen und technischen Stücken, was auch nicht gerade zur Verbesserung der Fahrtechnik beitrug.

Ok, jetzt irgendwie ankommen, weit ist es nicht mehr. Ich bekam Christian auf einer Geraden auch noch einmal kurz zu sehen. Konnte aber nicht mehr aufschließen – es ging einfach nichts mehr. Die letzten Kilometer rettete ich mich also ins Ziel – überholte noch zwei Fahrer – und war froh, das ich nicht doch die 114km gewählt hatte. Auf der Strecke wäre ich wohl nicht ins Ziel gekommen. Am Start/Ziel begrüßten mich Dirk, Kai und Jana – jetzt wusste ich auch was Kai mit “auch” gemeint hatte. Dirk hatte am Ende der ersten Runde einen Sturz in einer kleinen Abfahrt gehabt. Er ist auf einem Stein weggerutscht und eine kurze Böschung herunter gefallen. Er ist dabei mit dem Knie aufgekommen, was sich wohl spätestens morgen mit einem schönen blauen Fleck an einer Stelle, wo man ihn als Radfahrer nicht gebrauchen kann, melden wird. Bei seinem Rad hat er dabei den Lockout-Hebel abgebrochen. Er hat also nach der ersten Runde das Rennen beendet. Kai hatte das Rennen beendet, weil er nicht in die Gänge kam – wie sich auf der Rückfahrt dann deutlicher ankündigte, war es eine Erkältung, die gerade dabei war über ihn herzufallen. Darum hatte er nach etwas mehr als einer Runde das Rennen beendet.

Ich konnte vor Dreck kaum durch meine Brille gucken. Auch die Werbeträger auf dem Trikot waren unter einer dicken Schlammpackung verschwunden. Mit 3h32 hatte ich die 77,8km gemeistert und wurde dreizehnter in meiner Altersklasse.

Das war also mein erster MTB-Marathon. So als Ausgleich im Sommer für die fehlenden Crossrennen durchaus eine Wettkampfvariante, für die ich mich begeistern kann.

Vielen Dank an Jana für die Fotos.

Schon in den Vorjahren war es eine sehr gute Veranstaltung. Dieses Jahr schien nur der Draht zum Wetterdienst unter einer Störung gelitten zu haben. Als wir eintrafen war es noch trocken, der Himmel aber schon bedeckt. Pünklich zum Beginn der Veranstaltung setzte dann auch leichter Nieselregen ein, der sich zusehendes verstärkte. Doch davon ließen sich weder die Fahrer noch die Zuschauer an der Strecke abschrecken. Wie in den vergangenen Jahren auch, war der Start-Ziel-Bereich von vielen gut ausgerüsteten Zuschauern bevölkert, die für ordentlich Lärm und Stimmung beim Start und auch bei jeder Zieleinfahrt sorgten.

Ich hatte die letzten Tage etwas mehr trainiert, so das ich heute eigentlich keine größeren Ambitionen hatte. Daher hatte ich auch den Zeitfahraufsatz gestern nicht mehr an’s Rad gebastelt – und den Vorbau auch nicht getauscht. Es war aber trotzdem ein Zeitfahren – das Motto lautete also: alles was geht. Nicht das ich das nicht auch bei diversen anderen Radsportveranstaltungen auch als Motto gehabt hätte.  Aber Zeitfahren ist irgendwie doch etwas besonderes.

Die Strecke war wie immer flach wie Holland – Sonne ausnahmsweise dieses Jahr keine gebucht – ich hatte Startnummer 42 an Rad und Rücken befestigt – es konnte also los gehen. Das Warmfahren zeigte schon, das der Kreislauf nach den Belastungen der letzten Tage nicht so wollte wie ich es gerne gesehen hätte, aber das war ja so geplant. Am Start angekommen – und auch wirklich keine Minute zu früh: die 41 war gerade auf die Strecke geschickt worden. Am Start hatte ich doch glatt vergessen auf’s große Blatt zu schalten – ich konnte es aber in den mir verbleibenden dreißig Sekunden gerade noch richten.

Nach dem Start erstmal reinhalten – das sorgte dann auch gleich für ordentlich Wasser in den Schuhen. Die guten MTB-Schuhe erwiesen sich mal wieder als wasserdicht – Wasser kam rein, aber nicht wieder raus. Es half alles nichts – bis zur Wende durchhalten und dann die gleiche Strecke wieder zurück. Auf dem Hinweg war die Strecke schon schön, auf dem Rückweg war die Strecke noch viel schöner. Ab dem Plattenweg – das war ja kurz vor dem Start-Ziel – nochmal alles geben. das war aber nur eine Täuschung – es kam nochmal ein kurzes Stück Asphalt dazwischen – und der Weg zog sich. Jetzt nur nicht nachlassen und weiterfahren. War das die letzten Jahre auch schon so weit? Die üblichen Gedanken beim Zeitfahren schießen einem so durch den Kopf – war die Strecke wirklich so lang? Das kam Dir doch auf dem Hinweg so kurz vor. Die Zuschauer sorgten mit ihrem Anfeuern für etwas Ablenkung. Und in Hintersee wurde jeder Fahrer angefeuert. Dem Wetter geschuldet blieben die Grillaktivitäten der Zuschauer am Streckenrand dieses Jahr aus. Es fehlte also das psychische Zermürben der Fahrer durch den Duft nach frischem Grillfleisch.

Beim Ergebnis-Verkünden kam es dann für mich zumindest zu einer kleinen Überraschung – Platz 2 bei den Senioren über dreißig – ja, alt werde ich auch schon langsam. Und ganz ohne Zeitfahrmaterial – nur im Unterlenker. Anschließend gab es für die Rückgabe der Startnummer noch eine Schüssel Erbseneintopf mit Bockwurst, die ich als Stärkung gerne entgegen genommen habe.

Dem Regenwetter zum Trotz bin ich dann noch “schnell” mit dem Rad nach hause gerollt. Genug Radfahren für heute.

Obwohl das Wetter ausnahmsweise mal nicht mitgespielt hat, wurde eine super Veranstaltung mit motiviertem Publikum, das sich teils mit Regenschirm und Stuhl an die Straße gesetzt hatte, organisiert und durchgeführt. Es hat als Fahrer viel Spaß gemacht und ich bin im kommenden Jahr bei einer Neuauflage auf jeden Fall dabei.

In Güstrow, auf dem gleichen Kurs wie vor vierzehn Tagen ging es dieses Mal um mehr, als nur einen Sieg im MTB-MV-Cup. Die Landesmeistertitel wurden vergeben. Zum Glück war die Landesmeisterschaft Teil des MTB-MV-Cups, so das wieder freie Radwahl zulässig war und ich damit überhaupt starten konnte. Ein MTB ist nicht in meinem Fuhrpark. Eigentlich wollte ich auch gar nicht starten. Die Probleme vom vergangenen Wochenende haben diese Woche kein Training und keine Belastung zugelassen.

Das Wetter ließ auf der Anreise etwas zu wünschen übrig, es nieselte die ganze Zeit. In Güstrow selbst war es dann aber doch noch von oben trocken und es wurden sogar die 10°C erreicht. In der Nacht hatte es aber scheinbar geregnet, so war die Strecke leicht angeweicht. Gerade in den Kurven sorgte das für deutlich mehr Fahrspaß. Das Heck rutschte das eine oder andere Mal weiter als sonst. Allerdings ließ sich die Kurve, in der ich beim letzten Mal Bodenproben vom losen Sand genommen hatte, deutlich besser und auch etwas schneller fahren. Beim Warmfahren wäre es mir fast nicht aufgefallen – ich hätte nach der ersten Runde tatsächlich behauptet, die Strecke ist hundertprozentig identisch zum letzten Rennen aber nein- es gab einen Schlenker mehr – einen dieser kleinen Geschwindigkeitsblocker – nur nach rechts und nicht nach links, wie die beiden anderen.

Zum Start kam ich leicht verspätet – die erste Reihe stand schon, die zweite Reihe war auch schon fast vollzählig – also in die zweite Reihe einsortiert. Ich wollte ja die Startaufstellung für’s Foto vom Little-John-Bikes-Team nicht stören. Beim Start selbst ging es gleich richtig zur Sache. Es wurde geschoben und gedrängelt – die erste Kurve war ja schließlich schon in Sicht. Danach bildeten sich recht schnell die ersten Grüppchen. Vier Fahrer setzten sich recht schnell nach vorne ab. Ich fand mich in der zweiten Gruppe wieder. Zu dritt und irgendwann zu viert fuhren wir ein paar Runden. Bei mir machten sich aber die Probleme vom letzten Wochenende noch etwas bemerkbar. Leichte Atemprobleme stellten sich ein. Ich ließ abreißen und hatte schon die Dreiergruppe direkt hinter mir im Visier – da wollte ich wieder einsteigen. Von den Dreien hinter mir, kam aber nur einer bei mir an. Die anderen beiden nahmen in der Kurve, in der es zuvor schon mindestens einen Sturz gegeben hatte, Bodenproben. Zu zweit fuhren wir dann das Rennen in einem für mich erträglichen Tempo weiter. Unterwegs schie auch jemand bei einem der Geschwindigkeitsblocker das Absperrband durchgerissen zu haben. Irgendwie fand ich das gar nicht so schlimm, konnte man doch jetzt ungebremst durchfahren.

Drei Runden vor Schluss kam dann die Spitzengruppe von hinten – zuerst der Ausreißer mit einem kleinen Vorsprung vor vier Verfolgern. Wir unternahmen einen kurzen Versuch hinter den vier Fahrern dran zu bleiben. Das Tempo war aber eindeutig zu hoch. Also fuhren wir die zwei letzten Runden alleine weiter. In der letzten Runde zog ich nochmal ein wenig das Tempo an und konnte so als erster aus unserer Zweiergruppe über die Ziellinie fahren.

Platz 6 stand bei mir am Ende auf der Urkunde. Der Weg dorthin war spannend. Am Ende hat es aber doch noch geklappt.

Im Rahmen der Landesmeisterschaften Straße wurde in Laage auch ein Hobbyrennen ausgetragen. Die etwas über dreizehn Kilometer lange Runde durch die Innenstadt und nähere Umgebung verlief auf leicht welligem Terrain. In Laage selbst gab es ein ordentliches und vor allem in einigen Bereichen sehr grobes Kopfsteinpflaster.

Hatte der Wetterbericht am Vortag noch Regen angesagt, so wurden wir in Laage angekommen mit Sonnenschein verwöhnt. Auch wenn immer mal wieder eine Regenwolke vorbei zog, blieben wir zumindest von oben trocken.

Zum Rennen gibt es eigentlich nicht sehr viel zu sagen. Im Nachhinein betrachtet, war scheiterte es eher an der Vorbereitung. An Motivation mangelte es auf jeden Fall nicht. Wir starteten in der Hobbyklasse um 11:40 Uhr in einem recht übersichtlichen Starterfeld. Wie schon bei den vergangenen Rennen – Marlow und Güstrow – organisierte Matthias wieder einen Prämiensprint. Jeder der mitmachen will, tut einen Euro in die Kasse. Wir hatten drei Euro, um die gesprintet werden sollte. Nach dem Start war erstmal eine ruhige Runde – Streckenbesichtigung – angesagt. Der Plan bei der ersten Zieldurchfahrt zu sprinten, wurde aufgegeben. Es gab unterwegs eine digitale Geschwindigkeitsanzeige am Straßenrand, die auch Radfahrer registrierte. Also das Ganze auf Runde zwei verschoben. In Laage selbst ging es dann das erste Mal über das Kopfsteinplaster. Beim Warmfahren kam einem das gar nicht so schlimm vor. Jetzt war es ziemlich schwierig – zumal das gröbste Pflaster direkt vor einer 90%-Kurve lag. Das Pflaster in der Kurve bestand aus relativ glatten Steinen, so das man vorher etwas Tempo herausnehmen musste. Das schwierigste folgte dann, ein “Berg” bis zum Ziel. Natürlich noch immer Kopfsteinpflaster. Der Kurs hatte also auf 13,3km bestimmt einen Kilometer Pflaster – gefühlt waren es mindestens fünf. Es war so grob, das man vor der Kurve und dem Hügel im Unterlenker Probleme hatte, kontrolliert herunterzuschalten. Diesen Berg ging es noch zusammen hoch. Anschließend ging es sofort zur Sache. Es gab einen Ausreißversuch. Ein zweiter Fahrer setzte nach. Zu zweit fuhren wir hinterher.  Vorne angekommen waren wir plötzlich zu siebt. Mit einem Drittel des Feldes ging es mit Druck die nächste halbe Runde weiter. Irgendwie fühlte sich das für mich nicht gut an. In den Pausen von der Führungsarbeit – immerhin waren wir sieben Fahrer – erholte ich mich nicht so, wie es hätte sein müssen. Irgendwann meldete sich der Kreislauf und ich musste abreißen lassen. Eine dreier Verfolgergruppe holte mich ein. Eine kurze Analyse der Situation – vorne sechs, hier noch drei Fahrer – noch weiter hinten kommt nicht mehr viel. Also habe ich mich mit in die Gruppe gehängt und wir fuhren wieder vorne ran. Die kurze Pause beim Zurückfallen lassen hatte mir ganz gut getan.

So waren wir auch pünktlich zur Geschwindigkeitsanzeige wieder zusammen – sogar noch eine kurze Verschnaufpause war drin, da die Spitzengruppe “gestellt” war und es keine koordinierte Führungsarbeit mehr gab. Der dritte im Bunde zeigte schon vorher an, das er seinen Euro kampflos aufgeben wollte. Ich hatte das nicht vor. Also wurde gesprintet. 53km/h zeigte die Anzeige – nur leider nicht für mich. Naja, nach dem gewonnenen “Sprint” in Güstrow beim MTB-Rennen, waren wir damit also quitt.

Auf dem Kopfsteinpflaster danach meldete sich mein Kreislauf dann wieder. Dieses Mal aber nicht alleine sondern mit einem kräftigen Ziehen unter dem untersten Rippenbogen. Berg hoch hieß es aber erstmal dran bleiben, auch wenn sich vor mir ein Abstand von vielleicht zehn Metern zu der übrigen Gruppe bildete – Tendenz größer werdend – genauso wie aus dem Ziehen ein stechender Schmerz wurde. So ließ ich die Gruppe ziehen und nahm nochmal die Beine hoch. Der Vorsatz: wenigstens noch halbwegs schnell zu Ende fahren. Zwischenzeitlich kontrollierte ich, ob das Lösen des Pulsgurtes etwas Besserung verschaffte. Es tat sich aber nichts – auch Aufrichten half nichts. Dann kam von hinten ein Fahrer vorbei, ich hängte mich wieder rein – nachdem ich schon eine Weile mit vielleicht 20-25km/h – also eigentlich schönstes Grundlagen-Trödel-Tempo – mit sehr hohem Puls herumgerollt bin.

Die Schmerzen wollten nicht verschwinden – und verstärkten sich noch weiter, wenn ich mal ordentlich durchatmen wollte. So entschied ich mich dann doch aufzuhören und stieg nach Runde drei von fünf aus.

Bei der Analyse im Nachhinein konnte ich erstmal nur zu wenig und auch unregelmäßigen Schlaf und im Verhältnis dazu zu hartes Training als Ursache benennen. Das Stechen ist heute wieder halbwegs verschwunden. Mal schauen, wie es morgen aussieht.

Am Samstag fand in Güstrow der zweite Lauf des MTB-MV-Cup statt. Die Sonne schien bei fast sommerlichen 14°C und so fanden sich ein paar Eingeweihte am Bockhorst wieder. Es sollte auch der erste Einsatz meines Brothers Cyclocross bei einem Rennen sein, nachdem ich am Donnerstag eine erste Proberunde mit etwas intensiveren Belastungen gefahren bin.
Also das Rad ausgeladen. Ein Neider vom Little-John-Bikes-Team konnte es sich nicht verkneifen, mir direkt nach dem Ausladen die Luft aus beiden Reifen zu lassen. Also wieder aufgepumpt und ab zur Streckenbesichtigung.
Die Strecke war dieses Jahr etwas anders als in den Vorjahren gesteckt. Um die langen Geraden – und der Kurs bestand in der Vergangenheit nur aus Geraden und vier Ecken – etwas zu reduzieren waren jetzt auf ca. der Hälfte der beiden langen Geraden zwei 180°-Kurven gesteckt. Außerdem ging es ein kurzes Stück in eine Dirtbikestrecke mit etwas links/rechts und einem kleinen Hügel rauf, mit einer engen sandigen 90° Kurve.
Nach der Besichtigung und ein wenig Ausprobieren stand auch die Fahrlinie in dem neuen Bereich der Strecke und es ging an den Start.
Senioren und Männer starten zusammen und werden getrennt gewertet. Also auf geht’s. Der erste Stau an dem Dirt-Bike-Hügel überwunden, nachdem ich von den Männern den schlechtesten Start hatte und anstehen musste und dann auf den Geraden Druck gemacht.
In Runde 2 legte ich mich dann direkt in der Kurve auf dem Hügel einmal in die Spur. Es war eher ein langsames Umkippen wegen einem wegrutschenden Vorderrad denn ein Stürzen. Beim wiederaufsteigen hatte sich mein Vorbau um ca. 20° auf der Gabel verdreht. Da hieß es aber erstmal schnell raus aus der Engstelle, kurz Anhalten und alles wieder gerade drehen. Also den Vorbau doch nicht fest genug angezogen.
Das dabei entstandene Loch musste ich dann erstmal wieder zu fahren. Es hatten sich auch schon die ersten Grüppchen gebildet, wo sich die Fahrer gegenseitig nichts geschenkt haben.
Irgendwo in Runde 4 fing an meinem Rad auch noch was zu klappern an. Ich dachte ich hatte am Donnerstag nach der Ausfahrt alles kontrolliert, das konnte also nicht ganz stimmen. Bremsen, Schaltung und Steuerbereich während der Fahrt kontrolliert, Sattel war auch fest, also was klappert da? Ich hatte noch zwei Runden Zeit zum drüber nachdenken, dann flog an mir nach einem Schlagloch eine etwas größere Schraube vorbei. Bremsen, Schaltung und Steuerbereich nochmal kontrolliert, noch immer alles fest, auch der Sattel rutscht nicht – also weiter gefahren.
Irgendwann, wir waren eine Dreiergruppe, bin ich dann mit dem Führenden des Seniorenrennens, den wir wieder eingeholt hatten nach vorne herausgefahren, die Rundenanzeige zeigte noch 2 Runden an. Die Runde drauf, ich war in unserer Gruppe vorne, die Anzeige zeigt eine Runde zu fahren an, ich höre die Glocke also gebe ich nochmal Gas und fahre mit ordentlich Schwung über die Ziellinie.
Fünfzig Meter weiter halte ich an, verschnaufe, da kommt nach ein paar Augenblicken jemand angelaufen – ich hätte noch weiter zu fahren. Das war nur der Schluss für das Seniorenrennen. Na Danke – der Zweite des Männerrennens kommt gerade an mir vorbei – und ich bin blau. Also wieder los, hinterher und ich frage ihn, wieviel Runden wir eigentlich noch zu fahren hätten. Vier – ein Glück – so konnte ich mich noch eine Runde wieder etwas erholen um dann nochmal zu versuchen das Tempo zu erhöhen. In den letzten beiden Runden konnte ich mich noch einmal etwas absetzen und fuhr dann zum zweiten Mal mit dem Vorsatz über die Ziellinie, das Rennen zu beenden.
Nach einer Verschnaufpause habe ich dann erstmal das Rad unter die Lupe genommen, was ich da wohl verloren hatte. Eine Schraube an der Sattelklemmung. Ein Glück es gab keine Laufpassage, sonst hätte ich wohl irgendwann ohne Sattel da gestanden. Ich war auf jeden Fall froh, das es trotz der Pannen noch gereicht hat. Das Brothers hat mehr oder weniger gut seine Feuertaufe bestanden und die festgestellten Mängel wurden am Abend noch abgestellt.
Die Strecke hat durch die drei Veränderungen deutlich dazugewonnen. Jetzt noch eine etwas längere Trailpassage mit dazu und es könnte noch interessanter werden. Dann hätte man alles dabei. Eine lange Gerade, ein bisschen Links-Rechts in der Dirt-Strecke und einen schönen Trail. Was fehlt sind nur die Berge – aber die müssen für mich persönlich auch nicht dabei sein.
Ein schönes Rennen bei bestem Wetter mit einigen Defiziten bei mir, was die Rennvorbereitung angeht.

Tag 2 – bei Sonnenschein ging es heute schon vor dem Mittag auf die Strecke. Das Feld war deutlich größer als gestern – die Strecke war auch angenehmer zu fahren. Wieder kontrollierte Team Westpoint das Geschehen. Heute war ich auch nicht alleine unterwegs – Maria, Julius, Michael und Marcus hatten sich auch zu dem Rennen angemeldet – vermutlich wegen der tollen Essenmarken, die es bei Anmeldung zum Jedermannrennen gab. In einem teilweise recht hektischen Rennen setzte sich relativ früh wieder ein Westpoint-Fahrer mit noch einem Begleiter ab. Das Feld wurde anschließend in einer guten Teamarbeit von Westpoint an der Nachführarbeit gestört, so das sich kein Zug aufbauen konnte. So wurde, wie fast jedes Jahr, bis zum Kopfsteinpflaster fünf Kilometer vor Marlow zusammen hinter der Ausreißergruppe, die die ganze Zeit in Sichtweite war, her gefahren. Im Sprint des Feldes kam ich dann auf den insgesamt 12. Platz. Das machte dann zusammen mit dem 12. Platz vom Vortag den 9. Platz in der Cup-Wertung. Obendrauf gab es noch einen schönen Sonnenbrand – den ersten dieses Jahr.

Nach dem Rennen konnte man dann noch eine Portion Nudeln und einen Apfel genießen. Eine gelungene Veranstaltung bei bestem Wetter. Eine Wiederholung ist zwingend.

Für den Scanhauscup hatte ich mich dieses Jahr für beide Jedermannrennen angemeldet. Am Samstag für das Rundstreckenrennen im Rahmen des Bergkriteriums in der Innenstadt von Marlow – und am Sonntag für das Rennen rund um Marlow.

Die Strecke des Bergkriteriums lässt sich relativ einfach beschreiben: hinter dem Start leicht bergab, dann kurz leicht bergan – anschließend länger bergab um dann auf der Zielgeraden einen langgezogenen Hügel hinauf zu fahren, der zumindest für mich auch ruhig nach der Hälfte schon zu Ende sein könnte. Vor zwei Jahren hatte ich es schon einmal, damals im Lizenzrennen probiert. Drei Runden konnte ich im Feld bleiben, dann musste ich sie damals ziehen lassen. Dieses Jahr sah es besser aus. 80kg waren dieses Jahr schon mal eine deutlich bequemere Ausgangslage. Außerdem war es ja dieses Jahr “nur” ein Jedermannrennen.

25 Runden waren angesetzt, das Rennen wurde auf 23 Runden verkürzt, um den Ablauf der übrigen Veranstaltung nicht zu gefährden – und ich war bis ca. Runde 20 in dem, was man Feld nennen konnte. 14 Starter sind mit mir auf die Runde gegangen. Das Rennen wurde von der Westpoint-Mannschaft bestimmt. Sie kontrollierten das Rennen die ganze Zeit und konnten nach kurzer Zeit einen und nach kurzer Zeit einen zweiten Ausreißer platzieren.

Drei Runden vor Ende des Rennens konnte ich nicht mehr mit dem verbliebenen Feld an dem Hügel mithalten und musste abreißen lassen. Es reichte noch für einen 12. Platz, was an der Strecke, die nicht wirklich für mich gemacht ist, für mich ein ausreichendes Ergebnis war.

Bei trübem Wetter und 5°C lud der RV Rostock in Bad Doberan auf der Strecke des Crossrennens zu einem MTB-Rennen ein. Die Strecke war im Vergleich zum Crossrennen aber deutlich länger und auch um einiges interessanter.

Es waren sieben Runden zu fahren – was bei mir am Ende knapp anderthalb Stunden ergeben haben. Die Strecke war sehr abwechslungsreich. Einiges bergauf-bergab, aber nicht zu doll. Gut rollende Stücken, auch eine Matsch-Strecke und ein paar enge Kurven waren auch dabei. Die erste Hälfte der Runde lief es relativ schlecht – man hatte das Gefühl, es geht fast nur bergauf. Die zweite Hälfte der Runde rollte es dann deutlich besser.

Da ich dieses Jahr noch keine Lizenz habe, hatte mich also für Hobby angemeldet. Die Elite startete kurz vor uns – ca. fünfzehn bis dreißig Sekunden. Ich habe direkt nach dem Start versucht zu den hinteren Fahrern aufzuschließen und es auch geschafft. Danach lief das Rennen relativ gut. Allerdings war meine Renneinteilung nicht ganz perfekt. Ich habe nicht mit anderthalb Stunden Renndauer gerechnet und war nach 1h 15min ziemlich am Ende. Der Vorsprung vor den übrigen Hobbyfahrern reichte aber noch, um mit einem bequemen Vorsprung ins Ziel zu kommen. Das war also mein erster Sieg bei einem Geländerennen… in der Hobbyklasse. In der Gesamtwertung, die auch relevant für den MTB-MV-Cup ist, reichte es so für Platz 7.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung – auch wenn das Wetter nicht perfekt mitgespielt hat. Mein Start in die Radsaison hat mich auch selbst überrascht. Die Woche Trainingslager an der Mosel und die vielen Berge haben sich also bezahlt gemacht.

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